
Google bücher - Suche Sie sind auf der nach Ort, um volle E-Books ohne Download lesen? Lesen Sie hier Das Kreuz des Nordens: Reise durch Karelien. Sie können auch lesen und neue und alte volle E-Books herunterladen. Genießen Sie und entspannen Sie, vollständige Das Kreuz des Nordens: Reise durch Karelien Bücher online zu lesen.personalisierte bücher .
Pünktlich zur Adventszeit nimmt uns Klaus Bednarz wieder mit auf eine Reise jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Karelien lautet das magische Ziel, das sich von St. Petersburg bis hoch zur Barentssee erstreckt - ein vergessenes Land von berückender Schönheit und mit einer wechselvollen Geschichte.
"Sturmvogel" heißt der rostige und rachitisch keuchende Kutter, der Klaus Bednarz und sein Team über den Onega-See trägt. Das Schiff sei erst 50 Jahre alt, meint Iwan, der Kapitän, und vertraut darauf, dass die gerade ausgetauschte Antriebswelle noch etwas durchhält. Hier, nordöstlich von St. Petersburg, beginnt die Reise, in das "Land der blauen Seen, schroffen Felsen, wilden Flüsse und unendlichen Wälder". Eine Abenteuerreise, die wie die großen Reiseromane vergangener Zeiten beginnt und in ein Land führt, in dem Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise nebeneinander existieren.
Karelien, das sind 60.000 Seen und die größte Waldfläche ganz Europas. Auf einer Fläche fast so groß wie Deutschland leben gerade einmal 800.000 Menschen. Es ist eine der ältesten Kulturlandschaften Europas, die schon in der Steinzeit besiedelt wurde und in der lange Zeit russische Bauern, orthodoxe Einsiedlermönche und karelische Urvölker friedlich zusammenlebten. Später wurde Karelien zum Schlachtfeld der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland, Schweden und Finnland. Ende der 30er-Jahre ließ Stalin hier über 100.000 Zwangsarbeiter den "Weißmeer-Ostsee-Kanal" in den Frostboden graben. 30.000 sollen dabei gestorben sein, ihre Leichen wurden teilweise als Füllmaterial für das Bauwerk benutzt. Und noch heute wird die Berichterstattung über die Wasserstraße streng von Putins Inlandsgeheimdienst FSB überwacht.
Der besondere Charme der Reportagen von Bednarz, der lange Zeit ARD-Korrespondent in Moskau war, liegt in dem direkten Kontakt zu den Menschen. Er spricht mit Igor, dem Kapitän eines Seelenverkäufers; der Museumsdirektorin, die ohne Geld versucht, einzigartige Kulturschätze zu retten; Olga, die noch die alten wepsischen Volksweisen kennt oder dem Bauern aus Kishi, der dem alten Tolstoi aufs Haar gleicht. Die Reportagen ergänzen die zahlreichen, großformatigen Fotografien von Gabi Mühlenbrock, die Bednarz schon oft auf seinen Reisen begleitete; aus ihnen entsteht eine reiche Bilderwelt, die die Landschaften und Bewohner Kareliens eindrucksvoll einfängt. -- Henrik Flor, Literaturtest
